Jürgen Raap in KUNSTFORUM International, Online-Ausgabe, 51. Kalenderwoche 2015/1. Kalenderwoche 2016

Die 1970er Jahre waren eine kunstgeschichtliche Epoche des Aufbrechens der Künste: Joseph Beuys propagierte seinen „Erweiterten Kunstbegriff“, und die Aktionisten entwickelten mixed-mediale Konzepte der Überschreitung von Gattungsgrenzen zwischen Art Performance, Body Art, Theater und Film. Jürgen Claus verfasste 1970 ein Buch mit dem Titel „Expansion der Kunst“, und 45 Jahre später publiziert er nun ein weiteres Buch, das „der Expansion der Kunst in die Vielfalt elektronischer Medien und der künstlerischen Performances gilt“. Der Beginn seiner Abhandlung „ist nicht zufällig in das Aufbruchs-Jahr 1965 gelegt, und geht bis in die unmittelbare Gegenwart. Mit informationstechnisch begründeten Multimedia-Vorführungen begann Claus bereits in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre. Stationen seiner Performances waren u.a. Australien, Südamerika, Asien, wo die japanische Ausgabe des Buches Expansion der Kunst vor allem in Japan nachhaltigen Einfluß ausübte.“ Damals entwickelte Jürgen Claus Konzepte zur Verbindung von Kunst und Umweltforschung, beschäftigte sich vor allem mit Unterwasserforschung („submarine Strukturen“) und mit Sonnenenergie; seine „performativen künstlerischen Ereignisse“ gingen damit über die klassische Art Performance im White Cube der Kunstvereine und Galerien weit hinaus. Die jetzige Publikation „DIE EXPANSION. MEDIEN & PERFORMATIVE KUNST“ wird von der Künstleredition project. claus… in Aachen herausgegeben und zusammen mit dem längst vergriffenen Standardwerk Die Expansion der Kunst in einer Kartonage geliefert, original vom Künstler gestaltet, signiert und numeriert. Vertrieb: project.claus…, Kuckhoffstr. 39, 52064 Aachen, email: jurclaus@euregio.net, der Preis beträgt 49,50 € plus Porto und Verpackung. Tel. 0241- 56 52 79 35