Im ZKM Karlsruhe läuft noch bis 28. Februar 2016 im Rahmen der GLOBALE Besucherin im Filmraum Jürgen Claus.ZKM2015die sensationell breit gefächerte Ausstellung Exo-Evolution, von Peter Weibel und Team kuratiert. Im Vorauskatalog schrieb ich zu meinem Beitrag Planet Ocean / Sea Flowers, einer 2-Kanal-Videoinstallation:

„Die Filme kreisen um die Idee eines Center Submarin. Der Zusammenhang zwischen Wahrnehmungen, die dem Taucher optisch, akustisch, haptisch zugeleitet werden, also sensorischen Einwirkungen und seinen Verhaltensweisen andererseits, sowie die beide verknüpfenden innergehirnlichen Mechanismen, wird untersucht, experimentell überprüft und erweitert. Vor Almeria (Spanien) werden künstliche Gärten in Form von Meeresanemonen in 10 m Tiefe verankert. Ich nenne das entstehende Video Sea Flowers. Es zeichnet einen Nachttauchgang auf, bei dem sich die Dimensionen des Oben und Unten nicht mehr definieren lassen. Der Taucher gerät in extreme Trance-Bewegungen.         

Planet Ocean orientiert sich an einem künstlerischen Unterwasser-Garten. Ein Sextet aus Taucherinnen erkundet den Raum der Schwerelosigkeit. Er bestimmt sich durch 16 Stern- und 18 Tropfenformen, Pneus, wie sie auch in der Natur vorkommen. Die Sterne sind Marken im Raum. Vielleicht treffen wir hier im Meer jenen Punkt, an dem die beiden unbekannten Räume – der äußere Raum des Kosmos und der innere Raum des Meeres – sich berühren; etwas unter der Atmosphäre, zwei Atmosphären Druck auf uns gelagert. Licht wird in Form von brennenden Unterwasserfakeln und statischen Scheinwerfern eingebracht. Durch die digitale Nachbearbeitung der Filmszenen verschmelzen Naturformen (Korallen) und Kunstformen (Sterne,Tropfen). Ein am Meeresboden verankerter Glockenturm wird mit Fackeln (= Licht) zum Klingen gebracht. Die unterlegte Klangkomposition von Paul Earls ist sowohl eigenständig als auch interpretierend.“ (S.25)

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