Vor 50 Jahren: Carl-Einstein-Preis

Telegram von Nina Auproux, der Tochter Carl Einsteins, 1966.Im Jahr 1966, also vor 50 Jahren, gründete ich einen Preis, den ich an die eminente Person und den Namen des Kunstschriftstellers Carl Einstein (1885-1940) band. Eine Jury, u.a. besetzt mit Peter Gorsen, Hans H. Hofstätter, Karl Ruhrberg und mir traf sich und entschied sich für den Bildhauer Horst-Egon Kalinowski. Der Preis bestand aus DM 3.000 und einem Plastikensemble des Bildhauers Alfred Aschauer . Er wurde erstmalig am 2.7.1966 anläßlich der Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes verliehen. Er stand unter dem Protektorat der Tochter Einsteins, Nina Auproux-Einstein (1915-1986), vergleiche das Telegramm. Das Preisgeld wurde gestiftet vom Verlag M. DuMont Schauberg und dem Burda Verlag.

Aus meiner Rede zur Preisverleihung: „Mehr als eine Generation trennt uns, die heute Dreißig- bis Vierzigjährigen von Carl Einstein. Viele von uns empfinden, daß uns sein Werk Maßstab sein kann. Denn für Einstein bestand der höchste Wert des Kunstwerkes in seinem ‚konkreten Gelten’. Kunstinterpretation konnte für ihn nur jenseits jeder Dogmatik beim Werk selbst beginnen. Malerei und Bildnerei war für ihn notwendigerweise Kritik der Anschauung und der Erbschaft. Es war dieser progressive Kunstbegriff, der ihn aufmerksam machte für die neuen, tatsächlich aktuellen Ereignisse in der Kunst seiner Zeit.“

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